
SBV-Konferenz 2025
Am Mittwoch, 9. Juli 2025, trafen sich insgesamt 550 Vertrauenspersonen für Menschen mit Behinderungen (SBV) sowie Mitglieder von Betriebs- und Personalräten im Kongresszentrum „Harmonie“ in Heilbronn zur SBV-Konferenz.
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Moderation

VdK-Experten

Kontakt: Roger Hahn Landesobmann für Schwerbehinderten-Vertrauensleute

Kontakt: Kathrin Schröder Landesobfrau für Menschen mit Behinderungen

Kontakt: Joachim Steck Stellvertretender Landesverbandsvorsitzender und Bezirksverbandsvorsitzender Nordwürttemberg
Chancen schaffen, Teilhabe fördern!
Programm
Die Veranstaltung bot neben interessanten Fachvorträgen auch viel Raum für den persönlichen Austausch. Der Einlass zur SBVkurz fürSchwerbehindertenvertretung-Konferenz 2025 öffnete um 8:30 Uhr – zu diesem Zeitpunkt startete auch wie gewohnt die Gesundheits-und Rehamesse im Foyer der Harmonie Heilbronn.
9:30 Uhr: Begrüßung & Podiumsgespräch
Was treibt uns an? – Nach zwölf ereignisreichen Jahren, in denen Joachim Steck als VdK Landesobmann für Schwerbehindertenvertrauenspersonen die SBVkurz fürSchwerbehindertenvertretung-Konferenz anleitet, ist es für ihn Zeit weiterzuschreiten. Den Staffelstab übergibt er als stellv. VdK-Landesvorsitzender nun an eine Doppelspitze: Sein Nachfolger Roger Hahn, seit Oktober 2024 neuer VdK-Landesobmann für Schwerbehindertenvertrauenspersonen und Kathrin Schröder, neugewählte VdK-Landesobfrau für Menschen mit Behinderungen, stellen sich vor. Sie sprechen darüber, was sie antreibt, diese Aufgabe zu übernehmen. In einem moderierten Gespräch geben Sie dabei auch einen Einblick in die aktuellen Herausforderungen für Schwerbehindertenvertrauensleute und die wichtigen Positionen des Sozialverbands VdK.
10:00 Uhr: Benachteilungsfreies Stellenbesetzungsverfahren | Tipps für die Beteiligung und Einbindung der SBV

Dr. Babette Tondorf, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht, Assoziation Menschen und Rechte Hamburg
Ein faires Stellenbesetzungsverfahren ist zentral für Inklusion und Chancengerechtigkeit. Der Vortrag von Frau Tondorf zeigt, wie ein solches Verfahren gestaltet sein muss und welche Möglichkeiten die SBVkurz fürSchwerbehindertenvertretung hat, um Diskriminierung zu vermeiden.
11:15 Uhr: BEM neu gedacht: Viel mehr als Krankheitsmanagement - Jetzt zählt die Prävention!

Anja Kayser, Certified Disability Manager (CDMP)
BEM neu denken: Weg vom Krankheitsmanagement – hin zur echten Prävention!“ Was, wenn BEM mehr könnte, als nur auf Krankheitsfälle zu reagieren? Es geht nicht darum, Krankheitsfälle nur abzuarbeiten – sondern gesunde Arbeitsbedingungen und ein starkes Miteinander zu schaffen. Nutzen wir diese Chance – zukunftsorientiert, entschlossen und wirkungsvoll für alle Beteiligten!
13:30 Uhr: Vielfalt im Unternehmen als Erfolgsmodell

Hülya Özen Sattler, Diversity und Inklusionsmanagerin, Landesbank Baden-Württemberg
Der Vortrag beleuchtet, wie Inklusionsmanagement aktiv dazu beitragen kann, Barrieren abzubauen und das Arbeitsumfeld für alle Beschäftigten zu verbessern.
14:15 Uhr: Und jetzt auch noch die SBV? Kommunikation und Konfliktprävention

Jörg Udo Munk MM, Mediationen in der Arbeits- und Wirtschaftswelt, Beratung & Vertretung von Betriebsräten
Arbeitnehmervertretungen haben es zunehmend schwer, ihre Anliegen vorzubringen. Gerade in der heutigen Zeit stehen in fast allen Betrieben wirtschaftliche Erwägungen im Fokus. Der Vortrag setzt sich damit auseinander, mit welchen kommunikativen Mitteln sich Vertreterinnen und Vertreter der schwerbehinderten Menschen in Gesprächen mit dem Arbeitgeber Gehör verschaffen und ihren Anliegen Nachdruck verleihen können.
15:00 Uhr: Wir bleiben dran – Inklusion und Barrierefreiheit sind kein politisches Auslaufmodell

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland
In der letzten Legislaturperiode wurden wichtige behindertenpolitische Vorhaben der Ampelregierung durch die vorgezogenen Neuwahlen nicht mehr umgesetzt werden. Inhalte aus dem Koalitionsvertrag, wie die Verpflichtung privater Anbieter zur Barrierefreiheit wurden während der Legislatur verzögert und blockiert. Verena Bentele gibt einen Ausblick auf notwendige behindertenpolitische Reformen, die in dieser Legislatur aus Sicht des VdK unbedingt angepackt werden müssen. Für den VdK sind die Teilhabe am Arbeitsleben und die Verpflichtung zur Barrierefreiheit, auch im privaten Sektor, die wesentlichen Faktoren, um unsere Gesellschaft inklusiver zu gestalten. Auf die Schwerbehindertenvertretung in Betrieben und Dienststellen kommen neue Herausforderungen zu. Für den VdK ist es daher wichtig, die Rechtsstellung und Position der Schwerbehindertenvertretungen zu stärken. Das Engagement des VdK für einen zukunftsfähigen Sozialstaat beinhaltet auch die Stärkung derer, die sich für die betriebliche Inklusion stark machen.