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„Teilhabe ist kein Gnadenakt, sondern Menschenrecht"

Statement zum heutigen Bericht in der Stuttgarter Zeitung zur geplanten Abschaffung der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen – Hans-Josef Hotz, Vorsitzender Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V.

Unterschiedliche bunte Figuren mit Icons von Menschen, stehend oder im Rollstuhl.
Teilhabe ist ein Menschenrecht. © iStock/designer491
Drei Männer sitzen auf ihren Plätzen am Podium und blicken auf die Delegierten vor ihnen.

„Knappe Kassen sind kein pauschaler Freibrief – Teilhabe ist kein Gnadenakt, sondern ein Menschenrecht!“

Hans-Josef Hotz, Landesverbandsvorsitzender

„Die Pläne der Landesregierung zur Abschaffung der Beauftragten für die Belange der Menschen mit Behinderungen sind ein fatales Signal. Wir erleben ohnehin eine Debatte im Land, in der es zunehmend salonfähig wird, über die Abschaffung der Rechte von Menschen mit Behinderungen offen zu diskutieren. Befeuert von Stuttgarts Oberbürgermeister Nopper in seinen Auslassungen zum Schlaraffenland und von Tübingens Oberbürgermeister Palmer im unsäglichen Streit um eine Rollstuhl-Rampe für die Ehrung einer Sportlerin in einer nicht barrierefreien Halle. Gerade jetzt brauchen wir eine unabhängige starke offizielle Stimme im Land, die Missstände und fehlende Inklusion klar benennt und anprangert. Knappe Kassen sind kein pauschaler Freibrief – Teilhabe ist kein Gnadenakt.

Mehr als 1.6 Millionen Menschen mit Behinderungen leben in Baden-Württemberg, 14 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist für Deutschland seit 2009 verbindlich: Teilhabe ist ein Menschenrecht.“

Hans-Josef Hotz
Landesverbandsvorsitzender 
Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V.