(Tabu)thema Sterben
Es betrifft jeden von uns. Und doch bekommt das Thema viel zu wenig Beachtung, wird verdrängt oder sogar tabuisiert: Das Sterben. Kaum jemand möchte sich zu Lebzeiten gerne mit dem eigenen Tod auseinandersetzen. Dabei sollten wir besser früher statt später über das Lebensende sprechen.

VdK-Hinweis
Wenn Sie Suizidgedanken haben, ist das Gespräch mit einem Arzt oder Psychotherapeuten unverzichtbar. In Notfällen wenden Sie sich bitte an die nächste psychiatrische Klinik oder einen Krisendienst oder direkt an den Notarzt unter der Telefonnummer 112.
Telefonseelsorge: (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222
Externer Link:www.deutschedepressionshilfe.de
Morgens einfach nicht mehr aufzuwachen erscheint als die wohl beste Variante des Sterbens, doch lässt sie sich nicht planen oder bewusst wählen. Und genau diese freie Wahl war auch ein Grund, wieso das Sterben zuletzt den öffentlichen Diskurs bestimmte: Durch den doch recht öffentlichen Tod der Kessler-Zwillinge ist eine Debatte entbrannt, die über die reine Sterbehilfe hinausgeht. Einen sachlichen Überblick über medizinische, rechtliche und sozialrechtliche Aspekte des Sterbens gibt es im Externer Link:VdK-Podcast „Reingehört“.
Das Sterben ist kein angenehmes Thema. Zu groß sind die Unsicherheiten, zu schrecklich der Gedanke an Abschied, Krankheit oder Abhängigkeit. Viele wünschen sich einen friedlichen Tod, ohne Leid. Doch die Realität ist häufig komplexer. Sterben kann ein Prozess sein, der sich hinzieht. Schnell können wichtige Entscheidungen anstehen. Und dann ist es womöglich zu spät, sich grundlegend zu informieren: Was möchte ich für mich? Welche medizinischen Maßnahmen wünsche ich – und welche nicht?
Beim Sterben geht es um Freiheit, um Würde und darum, wie wir am Ende unseres Lebens behandelt werden möchten. Deswegen ist es wichtig, die ganz grundlegenden Fragen des Sterbens nicht aufzuschieben:
- Welche Unterstützung bekommen Menschen in ihrer letzten Lebensphase?
- Welche Rechte haben sie in ihrer letzten Lebensphase?
- Welche medizinische Versorgung steht ihnen in ihrer letzten Lebensphase zu?
- Was bedeutet Selbstbestimmung am Lebensende rechtlich und praktisch?
Die Antworten sowie einen klaren und sachlichen Überblick gibt es imExterner Link: VdK-Podcast „Reingehört beim Sozialverband VdK Baden-Württemberg“. Eine Folge für Betroffene, Angehörige und alle, die sich frühzeitig informieren möchten. Dabei wird deutlich: Niemand muss diese Phase allein bewältigen – vorausgesetzt, wenn die vorhandenen Möglichkeiten, Unterstützungsangebote und Ansprüche bekannt sind. Denn nur wer sich vorbereitet kann sicherstellen, dass am Ende die eigenen Wünsche respektiert werden.
Weitere Informationen, Adressen sowie Angebote für schwerstkranke und sterbende Menschen:
Externer Link:www.bundesgesundheitsministerium.de
Externer Link:hpvbw.de
Externer Link:www.lag-sapv.de
Externer Link:www.bw-pflegestuetzpunkt.de
Externer Link:www.wegweiser-palliativmedizin.de
Externer Link:https://sterbeamme.de/