Diese Karte zeigt die Ausdehnung des Ortsverbandes .
Das Obere Zabergäu © UG

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Das Zabergäu ist eine Region in Baden-Württemberg, rund 40 km nördlich von Stuttgart und 50 km östlich von Karlsruhe. Namensgebend ist die Zaber, ein linker Nebenfluss des Neckars.

Geographie

Unter naturräumlichen Gesichtspunkten ist das Zabergäu ein Teil des Neckarbeckens. Die Landschaft wird von Westen her von Keuperbergen umklammert: Im Norden bildet der Heuchelberg die Barriere zum Kraichgau, im Süden liegt der Stromberg.

Die Zaber entspringt im Stromberg südlich von Zaberfeld und fließt zuerst in die Ehmetsklinge. Danach fließt sie weiter in östliche Richtung und mündet nach 22 km bei Lauffen am Neckar in den Neckar. Wahrzeichen des Zabergäus ist der 394 Meter hohe Michaelsberg bei Cleebronn.

An der Zaber liegen die Orte Brackenheim, Güglingen, Pfaffenhofen ,Zaberfeld mit ihren Teilorten. Ferner rechnet man die Orte Cleebronn, das mit seinem Gemeindegebiet an die Zaber grenzt dazu.

Klima

Aufgrund der geschützten Lage ist das Kleinklima mild. Im Zabergäu wird vermutlich schon seit dem frühen Mittelalter intensiver Weinbau betrieben.

Geschichte

Das Zabergäu zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten Südwestdeutschlands. Die beiden angrenzenden Keuper-Höhenzüge waren vermutlich schon in der Mittelsteinzeit besiedelt. Für die Jungsteinzeit sind in fast allen Gemarkungen des Zabergäus Siedlungsreste nachgewiesen. Die meisten davon sind den Bandkeramikern zuzuordnen, aber auch Siedlungen der Rössener Kultur, der Michelsberger Kultur und der Schnurkeramiker wurden gefunden.

Aus der Hallstattzeit stammen Grabhügel bei Leonbronn und an den Rändern des Strom- und Heuchelberges. Die Kelten besaßen zwischen 400 vor Christus bis um Christi Geburt eine Fliehburg auf dem Michaelsberg, Siedlungsreste fanden sich bei Brackenheim und Güglingen.

Zur Römerzeit war das Zabergäu dicht besiedelt. Zwischen Lauffen und Güglingen befanden sich 14 Siedlungen, meist große villae rusticae, die oberhalb des Hochwasser­spiegels der Zaber auf Löss­hügel gesetzt waren. Die römischen Straßen verliefen im Talgrund und verbanden diese Siedlungen direkt, im Gegensatz zu den älteren Rennwegen auf den Höhen.

Vom 4. Jahrhundert n. Chr. an nimmt der römische Einfluss ab und wird durch zugezogene Alamannen dominiert. Die Orte im Zabergäu, die auf -ingen enden, sind als alemannische Gründungen anzusehen. Reihengräberfelder in Güglingen, Frauenzimmern, Brackenheim, sind Zeugnisse aus der frühalemannischen Zeit. Der zeitweise 350 Hektar große Allmendwald auf dem Stromberg, an dem bis zu 30 Gemeinden Anteil hatten, war ein typisches Beispiel alemannischen Bodenrechts, das erst 1883 mit dem Verkauf an den württembergischen Staat sein Ende fand. Nach der Schlacht von Zülpich wurden die Alemannen um 500 von den Franken aus dem Zabergäu verdrängt. Der Name Zabergäu ist vermutlich fränkischen Ursprungs, da die Franken bevorzugt Flussnamen für die Gau­einteilung verwendeten.

Im 12. und 13. Jahrhundert setzte, mit dem Wachstum der Bevölkerung in ganz Deutschland, auch im Zabergäu eine erneute Rodungs- und Besiedlungswelle ein. Sie stieß in die engeren und höher gelegenen Teile der Täler vor. Dabei entstanden die Dörfer und Weiler des oberen Zabertals und Siedlungen seitab vom Tal wie Cleebronn und Haberschlacht. Einzelne dieser Siedlungen, beispielsweise Balzhof, zwischen Cleebronn und Frauenzimmern, und Mörderhausen bei Zaberfeld gingen später wieder zugrunde.

Die tonangebenden Adelsfamilien im Zabergäu waren im Hochmittelalter die Herren von Magenheim, die Herren von Neipperg und die Herren von Sternenfels, die sich ursprünglich Kürnbach nannten. Das westliche Vorland des Stromberges stand bis zur Reformation unter dem vorherrschenden Einfluss des Klosters Maulbronn.

Im Bauernkrieg 1524–1526 war auch das Zabergäu betroffen. Eine Schar, angeführt von Hans Wunderer aus Pfaffenhofen, eroberte das Deutschordensschloss Stocksberg. Im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg war die offene Senke zum Neckarland hin Einfall- und Durchzugsgebiet; es wurde von Hunger, Seuchen und Plünderungen heimgesucht. Es dauerte bis weit in das 18. Jahrhundert hinein, bis sich das Land von den Verlusten dieser Zeit erholt hatte.

Quelle:

Seite „Zabergäu“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Juni 2025, 12:28 UTC. URL: Externer Link:https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zaberg%C3%A4u&oldid=257439908 



 

Wo Sie uns finden

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Externer Link:kv-heilbronn@vdk.de

 

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