Für den VdK bleibt das Herbert-Schweizer-Haus das Herbert-Schweizer-Haus
In seiner Sitzung am 15. Juli 2026 hat, auf Antrag der Herren Breier (FDPkurz fürFreie Demokratische Partei), Galley (CDUkurz fürChristlich Demokratische Union) und Daubenberger (MfG), der Ortschaftsrat mit den Stimmen von CDUkurz fürChristlich Demokratische Union und MfG beschlossen, die Benennung der Begegnungsstätte nach dem letzten Bürgermeister und erstem Ortsvorsteher von Grötzingen, Herbert Schweizer, rückgängig zu machen. Als Begründung wurde behauptet, der Name Herbert-Schweizer-Haus, Begegnungsstätte Grötzingen, sei zu lang.
Das rückgängig machen einer Benennung eines öffentlichen Gebäudes geschah bisher nur aus triftigen Grund, z.B. weil im nachhinein massive Verfehlungen des Geehrten bekannt wurden. Dies alles kann man Herbert Schweizer, der von der Stadt Karlsruhe in Ehren gehalten wird, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, nicht vorwerfen.
Diese Entscheidung ist für die Familie von Herbert Schweizer nicht zu ertragen und auch wir, der VdK Ortsverband sind zutiefst betroffen.
· Herbert Schweizer war 40 Jahre (1965-2005) Grötzinger VdK-Vorsitzender, auch während seiner Amtszeit als Bürgermeister und Ortsvorsteher. Mit großem Engagement setzte er sich für Menschen mit Beeinträchtigungen, Kriegsopfer und Hinterbliebene ein und half vielen Menschen im Ort in persönlichen Notsituationen.
· AWO, Heimatfreunde, Naturfreunde, zwei Kindergärten und der Ortsvorsteher profitieren noch heute von der Karl-Martin-Graff-Stiftung, die in der Amtszeit von Herbert Schweizer ins Leben gerufen wurde. Sie ermöglichen, unabhängig von fiskalischen Entwicklungen des Haushalts der Stadt Karlsruhe, die finanzielle Förderung wichtiger Einrichtungen und Vereine im Ort. Wie sich heute zeigt, eine Entscheidung mit Weitblick.
· Herbert Schweizer war Mitglied in mehr als 20 Grötzinger Vereinen, für deren Anliegen er stets ein offenes Ohr hatte und die er nach Kräften förderte.
· So entstand im Bruchwald ein Sportzentrum, an dessen Entstehung ein Gedenkstein bei der Emil-Arheit Halle erinnert. Nach dessen Inschrift entstanden:
· 1973 ein Hartplatz für Motorsportverein und VfB,
· 1973-74 eine Tennisanlage mit Halle und Gaststätte,
· 1975 erhielt der VfB ein drittes Spielfeld,
· 1976-1978 wurde eine große Sporthalle gebaut, die nach dem früheren Bürgermeister Emil Arheit benannt wurde. Daran angeschlossen hat auch der ASV eine passende Halle mit Vereinsheim erhalten.
· 1978 erhielt der VfB Jugendräume und Kegelbahnen, gleichzeitig fand die Erschließung mit Wasserversorgung, Kanal- und Straßenbau statt.
· Nicht zu vergessen, 1983 bis 1986 entstand in den sogenannten Sandäckern für 1 Million DM die Grötzinger Kleingartenanlagen des Obst-, Wein- und Gartenbauvereins Grötzingen.
· Auch die Musik- und Kulturvereine fanden eine neue Heimat.
Wie bereits erwähnt, machte sich zu Beginn der 70er Jahre das Fehlen eines großen Veranstaltungsraums für Konzerte und Feiern immer mehr bemerkbar.
· Im Eingliederungsvertrag mit der Stadt Karlsruhe wurde an erster Stelle die Maßnahme „Mehrzweckhalle für kulturelle Veranstaltungen im Bereich des Greschbachgeländes“ mit 2 Mio DM benannt. Es entstand die bereits erwähnte Begegnungsstätte. Diese hatte Herbert Schweizer in langen Verhandlungen der Stadt abgerungen.
Eine Leistung die sonst keine der einzugliedernden Gemeinden schaffte. Diese Halle ist sein Werk und verdient es seinen Namen zu tragen.