Jubiläum 40 Jahre Herbert-Schweizer-Haus
Großes Fest mit einem Schönheitsfehler.
40 Jahre Herbert-Schweizer-Haus: Großes Fest mit einem Schönheitsfehler
Die Ortsverwaltung Grötzingen nahm das 40-jährige Bestehen des Herbert-Schweizer-Hauses (HSH) zum Anlass, das Jubiläum mit einem „Markt der Möglichkeiten“ und einem bunten Bühnenprogramm zu feiern. Als zentraler Ort für Vereine, Organisationen und Interessengemeinschaften verwandelte sich der Saal in eine lebendige Vereinsmesse, die zum Kennenlernen und Mitmachen einlud. Insgesamt beteiligten sich mehr als 20 Akteure aus dem Vereins- und Parteienleben. Durch Kaffee- und Kuchen-Spenden konnten 978 Euro eingenommen werden. Dieses Geld kommt dem Förderverein des Kinder- und Jugendhaus Grötzingen zugute, der mit dem Geld unter anderem die Ferienfreizeit der Kinder und Jugendlichen mitfinanzieren wird.
In seiner Begrüßung betonte Ortsvorsteher Jens Jägle, dass viele Stadtteile Grötzingen um diese Begegnungsstätte beneiden. Der Bau des Hauses geht auf Herbert Schweizer zurück – den letzten Bürgermeister und ersten Ortsvorsteher Grötzingens –, der das Projekt vor 40 Jahren im Zuge des Eingliederungsvertrags mit der Stadt Karlsruhe erfolgreich ausgehandelt hatte. Um dieses Erbe zu würdigen, beschloss der Ortschaftsrat im Jahr 2023 die offizielle Benennung in „Herbert-Schweizer-Haus, Begegnungsstätte Grötzingen“.
Das Programm bot für alle Generationen etwas: Während die Kinder des Kindergartens „Obere Setz“ das Haus musikalisch hochleben ließen, gab das Grötzinger Zupforchester ein Konzert. Im Anschluss erzählten Volker Ebendt und Anne Lassmann vom AWO-Ortsverein in „Grezzinger Muttersproch“ die Entstehungsgeschichte der Begegnungsstätte und wie Herbert Schweizer sie dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Otto Dullenkopf abgerungen hatte.
Die Kleintierzüchter luden zum Hasenstreicheln ein, bei den Schützen war Treffsicherheit gefragt, und die AWO sowie der VdK präsentierten ihre Angebote für Senioren. Für das leibliche Wohl sorgten Kaffee und Kuchen, deren Erlös als Spende dem Jugendhaus Grötzingen zugutekommt.
Trotz zufriedener Gesichter und einer gelungenen Veranstaltung blieb ein fader Beigeschmack: Dass die Ortsverwaltung es bis heute nicht geschafft hat, ein entsprechendes Namensschild am Gebäude anzubringen, stieß auf Unverständnis.