Kulinarischer Ausflug ins Fränkische Seenland

Pünktlich brachen die Teilnehmer von Weikersheim zum diesjährigen Ausflug an die Fränkische Seenplatte auf. Erste Station war der Brombachsee, wo eine dreistündige Schifffahrt inklusive Brunch auf dem Programm stand. Der See leidet allerdings auch in diesem Jahr unter der Trockenheit, weshalb die Anlegestelle kurzfristig um 300 Meter verlegt werden musste.
Auf dem barrierefreien Trimaran – einem Schiff mit drei Rümpfen, drei Decks und Fahrstuhl – genossen die Ausflügler bei strahlendem Sonnenschein ein hervorragendes Buffet. Erst auf dem Wasser wurde vielen die beeindruckende Größe des Sees bewusst. Die Nachfrage nach der Fahrt war riesig: Die 30 zugewiesenen Plätze waren nach der ersten Ankündigung rasch ausverkauft.
Nach der entspannenden Schifffahrt ging es von der Anlegestelle Ramsberg mit dem Bus weiter zum nächsten Ziel: Botanik und Ornithologie standen auf der Vogelinsel am Altmühlsee im Mittelpunkt.
Am Seezentrum Muhr am See empfing ein Mitarbeiter des LBV-Infohauses (Landesbund für Vogelschutz) die Gruppe. Ausgestattet mit kostenlosen Ferngläsern erfuhren die Teilnehmer auf dem rund 1,5 Kilometer langen Rundweg viel Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt. Auch die Entstehung des Sees sowie die damit verbundenen ökologischen Veränderungen in den Feuchtwiesen wurden anschaulich erläutert. Der von 1976 bis 1984 angelegte Altmühlsee dient nicht nur der Freizeitgestaltung: Wassersport und Vogelschutz sind hier streng voneinander getrennt und werden überwacht.
Der Erfolg gibt dem Konzept recht: Seit 2006 brüten hier wieder Fischadler, etwas später kamen sogar Seeadler hinzu – deren genaue Horst Standorte aus Schutzgründen natürlich geheim bleiben. Zahlreiche Störche und seltene Wasservögel komplettieren das Naturparadies.
Überrascht zeigten sich die Teilnehmer von einer Besonderheit: Seit dem Jahr 2000 befischen norddeutsche Berufsfischer den See alle zwei bis drei Jahre mit Netzen, um einem Nährstoffüberschuss durch die geringe durchschnittliche Wassertiefe von nur 2,5 Metern entgegenzuwirken. Zum Abschluss des gelungenen Tages blieb am Pavillon im Ortsteil Schlungenhof noch eineinhalb Stunden Zeit zur freien Verfügung, um bei schöner Aussicht auf den See die Eindrücke Revue passieren zu lassen.

