Volkstrauertag mit Teilnahme des VdK Ilvesheim
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Volkstrauertag mit Teilnahme des VdK OV Ilvesheim. Am Sonntag, dem 16.11. 2025 fand in Ilvesheim die Volkstrauertagfeier auf dem Friedhof Mitte in der Trauerhalle statt. Beteiligt war wie jedes Jahr der VdK Ortsverband Ilvesheim. Diesmal hatte der Bürgermeister Thorsten Walther die Ehre, die Gedenkrede zu halten. Zum Auftakt der Veranstaltung trug mit der Querflöte Frau Lena Weniger zwei passende Stücke zum Volkstrauertag vor. Herr Walther begann mit der Begrüßung der Besucher und mahnte zum Innehalten um den Opfern von Gewalt und Krieg, die ihr Leben und ihre Gesundheit verloren haben, zu gedenken. Not und Elend sowie Hunger und die Schrecklichen Erlebnisse der Kinder hinterlassen immer Spuren für das ganze Leben. Der Volkstrauertag ist bereits 100 Jahre alt und hat bis heute seine Bedeutung zum Mahnen nicht verloren, denn der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Krieg und sinnlose Zerstörung in Nahost und der ewige Krieg im Sudan und vielen anderen Kriegsschau- Plätzen in der Welt gilt unser aller Gedenken. Flucht und Verfolgung, Folter und Verstümmelung sind die traurigen Folgen von Warlords und radikalen rechten Politikern, die nur das Recht des Stärkeren beanspruchen. Schon tun sich die nächste Krisenherde im karibischen Meer oder der Konflikt um Taiwan auf. Mächtige Staaten setzen ihre wirtschaftlichen und militärischen Interessen durch ihre Überlegenheit durch. Die Bevölkerung ist den Verletzungen der Menschenrechte hilflos ausgeliefert. Statt mit Diplomatie und Abkommen sprechen brutale Waffen und nicht nur zur Verteidigung. Trotz aller Bemühungen der friedenswilligen Staaten setzten sich fast nur die Falken statt der Friedenstauben durch. Am 8. Mai 1945 endete die Schreckensherrschaft des deutschen Nationalsozialismus und der 2. Weltkrieg. Leider ist die Lernresistenz vieler Menschen immer noch vorhanden. Es gehört aber dazu, da so ein Gedenktag niemals zu den „Alten Eisen“ abzulegen. Gedenken fordert uns auch heraus nicht weg zu schauen, wenn andere leiden sondern auch den täglichen Gewaltakten innerhalb der Zivilgesellschaft und der Familie Beachtung schenken. Herr Walther bat die Bevölkerung und Mitbürger, sich nicht entmutigen zu lassen und den kommenden Generationen das Bewusstsein mitgeben, Frieden ist kein Geschenk, sondern eine Aufgabe. Nach dieser denkwürdigen Rede des Gemeindeoberhauptes spielte die Flötistin noch ein passendes Stück. Im Freien legte Frau Erbe und Herr Walther noch 2 Kränze auf die Grabstätte der gefallenen Soldaten nieder und Frau Erbe hatte auch noch ein paar Worte, die sich in etwa im gleichen Context des Bürgermeisters wiederfanden. Toll war die Teilnahme an der Feier von 5 Jugendlichen, die im Wechsel immer eine Gedenkspruch oder Gebete zum Gedenken und Mahnen vortrugen. Zum Schluss dankte die 1. VdK-Vorsitzende den zahlreichen Besuchern für ihre Teilnahme. Detlef Handschack, Fotos: D. Handschack (deha)
