Mitgliederversammlung
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Mitgliederversammlung des Sozialverbandes VdK OV Gundelsheim/Offenau am 17.04.2026 im TSV Sportheim in Höchstberg
Beginn 17:00 Uhr
Der 1. Vorsitzender Werner Heil begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste zur 78. Mitglieder Versammlung bedankte sich für ihr Kommen. Außerdem begrüßte er Herrn Herbert Kurz als Vertreter vom Kreisverband Heilbronn, als Ehrengäste begrüßte er und die Bürgermeisterin von Gundelsheim Heike Schokatz und den Ehemaligen Vorsitzende Herrn Günther Roth.
Nach Feststellung die Tagesordnung, gedachte man anschließend der Verstorbenen des letzten Jahres in eine Schweigeminute.
Der Bericht des Vorsitzenden Werner Heil umfasste über 195 Veranstaltungen, darunter das Nachmittagstreffen, Hobbygruppe, Landschaftsbummler, VdK Sommerfest, die Verschiedenen Ausflugsziele; Computer- und Handykurs, Herbstfest, Nordic Walking, die Gesangsgruppe, Weihnachtsfeier. Ganz besonders erwähnte er die Lotsenstelle Offenau in den Bürgertreff, es zeigt sich dass die Lotsensprechstunde mit 69 Beratungsgesprächen gut angenommen wird. Außerdem wurden verschiedene Kreisverbandstermine und KV-Sitzungen war genommen.
Des Weiteren konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 56 Neumitglieder begrüßt werden.
Der Mitgliederstand zum 17. April 2026 beträgt 330 Mitglieder.
Der Kassier Sebastian Benda berichtete von einem soliden Kassenbestand
Die Frauenvertreterin Karin Benda berichtete über die zahlreichen Besuche bei Geburtstagen, dem Frauenfrühstück, sowie mit den KV und diverser Termine.
Die Kassenrevisoren bestätigten die ordnungsgemäß geführte Kasse, und schlugen die Entlastung des gesamten Vorstandes vor. Die Entlastung des Vorstandes über nahm Revisor Herrn Alx Nennigner, die dann einstimmig erfolgte.
Es folgten die Grußworte:
Frau Bürgermeisterin Heike Schokatz über brachte auch die Grüße von Ihrem Kollegen aus Offenau Michael Folk und betonte die Arbeit des Ortsverbandes in Bereich der Seniorenarbeit
Der KV Vertreter Herr Herbert Kurz stellte sich kurz vor.
Liebe VdK Mitglieder,
liebe Gäste,
gerne überbringe ich die Grüße des VdK-Kreisverbandes Heilbronn zu ihrer Mitgliederversammlung.
Am Anfang des Jahres ist es ein guter Brauch Bilanz zu ziehen über das vergangene Jahr 2025 und zu fragen:
Wo stehen wir? Was hat sich verändert? Wie stellen wir uns auf für das neue Jahr?
Sehr erfreulich ist, dass wir auch 2025 in unserem Kreisverband gewachsen sind und über 2 Prozent an Mitgliedern zugelegt haben. In der bereinigten Bilanz für 2025 sind wir nun bei ca. 9.700 Mitgliedern angelangt.
Das ist gut so und das stärkt unsere Solidargemeinschaft!
Es zeigt auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind
* in unserer Lotsen- und Rechtsschutzarbeit,
* mit dem Eintreten für die Schwachen und den sozialen Ausgleich in unserer Gesellschaft und
* selbstverständlich mit unserer Gemeinschaft in den Ortsverbänden, - den Treffen, Ausflügen und Zusammenkünften, - so wie heute!
Zwei Ortsverbände haben zum Ende des Jahres ihre Eigenständigkeit beendet und werden sich einem nächstliegenden Ortverband anschließen.
Ab 2026 haben wir also dann anstelle von 40 Ortsverbänden nur noch 38.
Diese Entwicklung zeigt deutlich auf, wie schwierig es geworden ist, Ehrenamtliche für das Engagement im Ehrenamt, für die notwendige Vorstandstätigkeit im Ortsverein zu gewinnen.
Vielen Dank, dass sie heute anwesend sind und damit die Treue zum Sozialverband VdK zeigen.
Und, - liebe Ortsverbands-Vorstands-Mitglieder, - ohne Sie gebe es solche Treffen wie heute nicht. Herzlichen Dank für dieses Engagement, machen Sie weiter so.
Als Sozialverband VdK stehen wir seit 80 Jahren zusammen für soziale Gerechtigkeit, einen starken Sozialstaat und den Ausgleich in unserer Gesellschaft. Mit mehr als 2,3 Millionen Mitgliedern, davon 280.000 in Baden-Württemberg sind wir der größte Sozialverband in Deutschland.
Diese Zahlen machen deutlich, dass die Menschen hier bei uns immer häufiger und immer dringender einen helfenden Sozialverband brauchen.
Wir haben das Ohr bei den Menschen, - indem wir zuhören und somit die Sorgen und Nöte der Menschen kennen.
Am 08. März 2026 waren Landtagswahlen und natürlich haben wir uns eingemischt unter dem Motto: „Die Zeit ist reif für echte Veränderung!“
Dazu haben wir sozialpolitische Kernforderungen aufgestellt, die auch noch nach der Landtagswahl ihre Gültigkeit haben und welche wir immer wieder einfordern werden.
Da gibt es unsere Forderung nach der Bezahlbarkeit der stationären Pflege. Die ständig steigenden Kosten für Pflegeheimplätze führen dazu, dass etwa jeder dritte Heimbewohner in BaWü auf Sozialhilfe angewiesen ist.
Desweiteren fordern wir ein Pflegegehalt für die Pflege zu Hause.
Fünf von sechs Pflegebedürftigen werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Das macht die Angehörigen zum größten Pflegedienstleister Deutschlands. Die Pflege von Angehörigen darf nicht zum Armutsrisiko werden.
Wichtig erscheint uns auch die flächendeckende Gesundheits-versorgung sicherzustellen und das für alle Menschen zugänglich. In Baden-Württemberg ist jeder siebte Hausarztplatz nicht besetzt.
Wir brauchen die Absicherung der Arztversorgung und das auch auf dem Land!
Und natürlich fordern wir – wie schon seit langer Zeit – die gesetzliche und private Krankenversicherung zu vereinheitlichen. Unser Ziel bleibt eine solidarische, einheitliche Krankenversicherung in die alle einzahlen.
Natürlich fordern wir auch die Barrierefreiheit aller Einrichtungen im Gesundheitswesen. Für Menschen mit Behinderung ist die Versorgungs-situation schlecht. Fehlende Barrierefreiheit stellt eine massive Einschränkung der freien Arztwahl dar.
Großes Thema bleibt für den VdK auch das Thema Rente. Die armutssichere Altersrente und die Stabilisierung des Rentenniveaus bleiben unsere Forderung auch für 2026.
Um Altersarmut effektiv entgegenzutreten fordern wir als Sozialverband ein Rentenniveau von mindestens 50 Prozent. Um dies zu finanzieren sollen alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherung einzahlen, eben auch Politiker, Beamte und Selbständige.
Als Sozialverband VdK geht es uns auch um das „Soziale Wohnen“. Wir stellen fest, dass immer mehr Menschen keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden und die Lage am Wohnungsmarkt immer schwieriger wird.
Wir fordern deshalb die Erhöhung der Landesmittel für den sozialen Wohnungsbau.
Mit Besorgnis beobachten wir auch die Vereinsamung vieler Menschen in unserer Gesellschaft. Als VdK stehen wir schon immer für gesellschaft-lichen Zusammenhalt und Gemeinschaft. Allerdings sehen wir auch, dass Einsamkeit eines der drängendsten sozialen Herausforderungen unserer Zeit darstellt. Leider findet das Thema Einsamkeit, trotz ihrer tiefgreifenden Folgen im politischen Diskurs bislang nur wenig Beachtung.
Sorge bereitet uns der Erhalt von Frieden und Demokratie.
Als Sozialverband VdK stehen wir für den Schutz der Würde jedes Menschen ein – egal welcher Nationalität, welchen Geschlechts, welcher Religion oder Hautfarbe. Entstanden aus der Not und Armut der Nach-kriegsjahre wissen wir, dass jeder Krieg eine Niederlage der Menschlich-keit darstellt, weil Krieg Leben vernichtet. Und so lautet auch heute noch unsere Botschaft: Nie wieder Krieg!
Eine zentrale Forderung bleibt:
Die Einführung der Bürgerversicherung in Pflege, Gesundheit und Rente muss kommen!
Diese - bestimmt nicht neue - Forderung des VdK würde die Ungleichheiten von privat zu gesetzlich Versicherten aufheben. Dies würde viel Geld in die Sozialkassen bringen. Immer wieder hören wir, dass der Sozialstaat in seiner jetzigen Form nicht mehr finanzierbar wäre.
Dem widersprechen wir und sagen: Geld ist genug da!
Es ist notwendig die Einnahmenseite der Sozialkassen zu verbreitern.
Neben der schon beschriebenen solidarischen Bürgerversicherung käme mehr Geld in die Kassen durch
* die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze,
* eine sozial gerechte Ausgestaltung der Erbschaftssteuer, sowie
* die Vermögenssteuer in verfassungskonformer Form wieder einzuführen.
All die aufgeworfenen Fragen bleiben für uns wichtig - auch nach der Landtagswahl.
Zum Thema Rente wird der VdK Kreisverband am Do., 16. Juli (17 Uhr) im Paulus in Neckarsulm eine sozialpolitische Veranstaltung unter dem Thema: „Rente gerecht verteilen!“ veranstalten und am Sa., 02. Mai werden wir auf dem Kiliansplatz in Heilbronn am Inklusionstag für die Barrierefreiheit streiten.
Schließlich feiern wir am Fr., 08. Mai im Bürgerhaus in Heilbronn-Böckingen das 80-jährige Jubiläum des VdK Kreisverbands Heilbronn mit unserer Bundesvorsitzenden Verena Bentele.
Bei den Tagespunkte Anträge und Verschiedenes gab es Keine Wortmeldungen und so konnte der Vorsitzende die Mitgliederversammlung um 18:15 Uhr, zuvor bedankter er sich bei alle VdK Mitgliedern für ihr Treue und dem guten Besuch bei den Veranstaltungen die zu dem Erfolg des Ortsverbandes beitragen. Sein Dank ging auch an die Beiden Kommunen die Stadt Gundelsheim und die Gemeinde Offenau für die gute Zusammenarbeit, er bedanke sich auch bei dem TSV Sportheim-Team für die gute Bewirtung.





