Juni, den 10.06.2026 Kaffeenachmittag, um 14.30 Uhr im TSV Sportheim in Willsbach
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Kaffeenachmittag, am 10.06.2026
Das Thema für den Kaffeenachmittag am 10.0626 war die „Elektronische Patientenakte“. Unsere Vorsitzende Karin Koletzko begrüßte die 30 Mitglieder und besonders unseren Referenten von der AOK Öhringen Herrn Joschka Wulle. Vor dem interessanten Vortrag haben wir uns bei Kaffee und leckerem Kuchen gestärkt.
Herr Wulle informierte uns über die „elektronische Patientenakte“ und erlaubte uns während dem Vortrag auch Fragen zu stellen, die er sofort beantwortet hat. Zusätzlich wird er die Präsentation an Karin versenden, welche sie weiterleiten darf.
Seit April 2025 gibt es die Patientenakte und seit diesem Jahr ist die Pflege für alle Ärzte verpflichtend. Wenn alles ordentlich verläuft spielt der Arzt beim laufenden Patientengespräch seine Befunde und Berichte in die Patientenakte. Alle Ärzte, welche man im Quartal besucht erhalten einen Einblick in die Akte. Die Vorteile der Patientenakte sind, dass die Ärzte und das medizinische Personal schnell einen Überblick über alle notwendigen Daten bspw. Medikamente, Operationen, Allergien bekommen können. Dies kann im Notfall lebensrettend sein. Der Datenschutz ist auch gewährleistet, denn der Server steht in Deutschland. Die Krankenkassen sehen die Befunde nicht. Man hat die Möglichkeit auch selber die Berichte und Befunde anzusehen, zu ergänzen, einzelne Berichte zu löschen oder auch eigene Akten einzupflegen. Wichtig hierbei ist, dass keine Berichte für die Vergangenheit eingespielt werden. Dies muss man selber machen. Ein Arzt muss seine Berichte nur für 10 Jahre aufbewahren! Man kann bei der „elektronischen Patientenakte“ auch einzelne Ärzte ausschließen, welche dann keinen Einblick in die Akte bekommen sollen. Hier muss man jedoch immer selbst aktiv werden.
Auf die Frage von Herrn Wulle, wieviel der Anwesenden diese Möglichkeit nutzen, haben sich nur 5 der Teilnehmenden gemeldet. Viel zu wenig für dieses wichtige Thema !
Wer selbst aktiv werden möchte benötigt ein Smartphone oder einen Laptop. Das Aktivieren der App ist jedoch nicht ganz einfach und man benötigt hierfür IT-Kenntnisse. Wer diese nicht hat, kann sich an den Ombudsmann seiner Krankenkasse wenden, damit dieser ihn unterstützt. Evtl. kann dies auch ein Angehöriger übernehmen, welcher die erforderlichen Kenntnisse hat. Davor muß man eine Vollmacht (an die Krankenkasse) für den Angehörigen ausstellen, damit dieser einen vertreten darf. Wer den Zugriff auf die App hat, hat auch die Möglichkeit sich seine verschriebenen Medikamente vor der Einlösung in der Apotheke anzusehen. Dies ist von Vorteil, denn dann wird man nicht in der Apotheke überrascht, falls einmal nicht das gewünschte Medikament verschrieben wurde. Sollen die Daten an das Forschungsinstitut, zur anonymen (!) Auswertung, weitergeleitet werden ? Hier kann man jederzeit widersprechen. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit sich bei der AOK eine Patientenquittung (hier kann man alle Medikamente und Diagnosen abrufen) halbjährlich anzufordern.
Der Nachmittag war sehr kurzweilig und hat uns viele neue Informationen gebracht. Karin bedankte sich mit einem kleinen Präsent bei Herrn Wulle und verabschiedete sich von ihm und allen Mitgliedern.
Der nächste Kaffeenachmittag ist am 15.7.26. Bis dahin wünschen wir allen eine gute Zeit.