Volkstrauertag- Ist dieser Tag noch zeitgemäß?
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Ist er ein Relikt aus der Nachkriegszeit, oder ist dieser Gedenktag aktueller, denn jemals zuvor. Mit diesen Worten begann der Ortsverbandsvorsitzende Harald Weickum seine diesjährige Ansprache zum Volkstrauertag. Direkt nach der Theater-Performance der Wolf-von-Gemmingen-Schule „Ich KRIEG diesen Traum nicht los“ ein allzu einfacher Start in eine Ansprache.
Noch immer ist Krieg in vielen Regionen der Welt, nicht nur in der Ukraine. Noch immer unermessliches Leid, Hunger, Kälte, Not. Kinder, die ohne ihre Väter aufwachsen, Mütter, die ihre Söhne und Töchter vermissen, Jugendliche, die in den Krieg ziehen müssen. Wir als Sozialverband VdK, gegründet von den Kriegsversehrten, Witwen und Waisen – mitten in der Zeit der Zerrissenheit und Armut der Nachkriegsjahre – stehen seit 80 Jahren für Zusammenhalt und Solidarität, für den uneingeschränkten Schutz der Würde jedes einzelnen Menschen – egal welcher Nationalität, welchen Geschlechts, welcher Religion oder Hautfarbe, für Menschen mit Externer Link:Behinderung und ohne. Wir stehen für den demokratischen und sozialen Rechtstaat und für ein friedliches Europa. Wir gedenken der Toten und verneigen uns vor Ihnen. Wir bleiben ihnen tief verbunden in unserer Verpflichtung für den Dienst am Nächsten, für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Also ganz klar – Der Volkstrauertag ist nicht nur zeitgemäß, er ist wichtiger denn je.
Es gilt, den wertvollen Schatz des Friedens in Europa nicht nur zu schätzen, es gilt ihn auch an allen möglichen Orten zu verteidigen.

