Kategorie Ortsverband Onstmettingen
Datum

"7. Kaffeeklatsch beim VdK - diesmal etwas anders"

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Uhrzeit bis Uhr

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Schützenhaus Onstmettingen
Zaislenweg 2
72461 Albstadt
Der VdK-Ausschuss im neuen Polo-Shirt - erstmals mit VdK-Druck.
Der VdK-Ausschuss im neuen Polo-Shirt - erstmals mit VdK-Druck. © Horst Schweizer

Von Horst Schweizer

Die Präsentation alter Postkarten und Fotos aus der Heimatgemeinde Onstmettingen interessierte vor allem ältere Bürger. Der Besuch beim Kaffeeklatsch des VdK Onstmettingen war daher so groß wie nie zuvor.

ONSTMETTINGEN. Der rührige VdK-Ortsverband ist stets bestrebt, seinen Mitgliedern etwas zu bieten und so den Zusammenhalt in dessen Reihen zu fördern.

Dazu gehören das Jahr über mehrere Veranstaltungen. Seit einigen Jahren auch ein aus früheren Zeiten wiederbelebter „Kaffeeklatsch“.

Aus kleinen Anfängen wurde die Zahl der Gäste jährlich etwas größer. Mögen es im Vorjahr an die 35 Personen gewesen sein, hatte der VdK heuer sage und schreibe 77 Anmeldungen. „Das passt bestens zum Alter unseres Ortsverbandes, der 77 Jahre alt ist“, so Vorsitzender Roland Sauter im von den Ausschuss-Damen herrlich geschmückten Schützenhaus. Er freue sich, dass sich die Zahl der Mitglieder in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt habe und bei rund 150 läge.

Die Vorstandschaft präsentierte sich erstmals in ihren neuen T-Shirts. Mit dabei auch Ehrenvorsitzende Roland Nell mit Ehefrau Elfriede. Bei Kaffee und der Auswahl von 20 selbstgebackenem Torten und Kuchen gab es gute Gespräche, so manche Anekdote war zu erfahren.  Bestens ankam das gemeinsame Singen vieler alter und bekannter Melodien, vom Akkordeon-Duo Rainer Haushalter und Annemy Pauly umrahmt. Das Wander-Potpourri „Vom Rennsteig bis Tirol“ oder „Der alte Schäfer“ fehlte ebenso wenig wie eine Schunkelrunde. Passender Ausklang des VdK-Chores war „Schön war die Zeit“.

In Onstmettingen ist hinlänglich bekannt, dass Thomas Hugger vor über zwanzig Jahren mit der Sammlung antiker Postkarten aus Onstmettingen und der Burg Hohenzollern begann. Über 700 solcher Exemplare sind heute in seinem Besitz. Diese Tatsache lockte eben viele Onstmettinger zum einen zum Kaffeeklatsch, zum anderen um sich zu erinnern oder auszutauschen, was der eine nicht weiß, weiß vielleicht der Sitznachbar.

Da hörte man eine ältere Frau die meinte, an das meiste könne sie sich noch gut erinnern. Thomas und Ehefrau Gerlinde Hugger zeigten bei ihren ausgewählten Karten an der Leinwand auch das alte Postamt aus den 1930er Jahren, der Kirchturm in Hintergrund war noch ohne Uhr. Da war das Gasthaus Rose oder die Ansicht vom Hohberg-Anstieg aus, als Onstmettingen noch ein kleiner Flecka, umgeben von Feldern und Landwirtschaft, war. Die gezeigte ehemalige Kirche wurde 1887 abgebrochen, mit dem Bau der heutigen Philipp-Matthäus-Hahn Kirche 1888 begonnen.

Die Glocken für die Kirche kamen am 6. Oktober 1928 mit der Inschrift „Ich läute in Freud und Leid bis in die Ewigkeit“. Diese war kurz, die Glocken wurden 1942 für den Krieg abgeholt, um daraus Waffen zu schmieden. Vor fast jedem Haus stand eine Miste, der Abbruch vom Gasthof „Zum Goldenen Lamm“ war 1951. Immer wieder gab es Blicke auf das Rathaus, noch mit Scheunentor und an jedem Fenster Blumenschmuck, links stets die bekannte Weiherschule.

Die älteste Fotoaufnahme von den Huggers datiert aus dem Jahr 1885 mit einem Haus, in welchem die Vorfahren des früheren Landrats Heinrich Haasis lebten. Das „Hans-Adame-Haus“ war 20 mal 14 Meter groß, hatte vier Bühnen, das steile Dach war mit 7.000 Ziegeln eingedeckt. Es war das größte Bauernhaus im Ort, welches die Sparkasse 1961 für 50.000 Mark zum Abbruch kaufte und ihr heutiges Gebäude erstellte.

Der Rathaus-Brand durch Brandstiftung war am 6. November 1932. Die Gäste waren von vielen historischen Ansichten von oft stattlichen Gebäuden sichtlich angetan. Daher eine erste Zusage: im nächsten Jahr wollen wir beim Kaffeeklatsch weitere Straßenzüge zeigen, so Thomas Hugger.