VdK-Wahlforum zur Landtagswahl

Den über 100 Besuchern wurden zunächst die sozialpolitischen Vorstellungen des VdK zur Rente, Pflege und Armut von Stefan Pfeil, dem Ressortleiter Sozialpolitik und Sozialrecht vorgestellt. In der anschließenden Gesprächsrunde erörterten die Abgeordneten Andrea Lindlohr (Grüne), Andreas Deuschle (CDUkurz fürChristlich Demokratische Union) und Nicolas Fink (SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands) mit dem VdK-Kreisvorsitzenden Wolfgang Latendorf schwerpunktmäßig Angelegenheiten, für die das Land verantwortlich ist.
Entlastung bei den Pflegekosten
Dabei ging es um eine dringend notwendige Entlastung bei der Zuzahlung im Pflegeheim. Die Kosten für die Ausbildung der Pflegefachleute sollte ebenso eine öffentliche Aufgabe sein, wie die Ausbildung von Ärzten und Lehrern. Die Kosten für die Kaltmiete eines möblierten Zimmers mit Nasszelle und Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen liegt im Landkreis zwischen 320 und 1.465 € monatlich. Hieraus resultiert die dringende Forderung nach Wiederaufnahme der Förderung von Investitionskosten durch das Land.
Erhalt der Heimbeiräte / Heimfürsprecher
Auf heftige Gegenwehr stieß die aktuell beabsichtigte Streichung einer verbindlichen Einrichtung eines Heimbeirates bzw. Heimfürsprechers. Gerade Diejenigen, die am wenigsten in der Lage sind, sich für ihre Interessen selbst einzusetzen, benötigen die Unterstützung. Das gleiche gilt für den Wegfall der Heimaufsicht in Pflege-Wohngemeinschaften. Insbesondere dort, wo gewerbliche Anbieter ein entsprechendes Geschäftsmodell anbieten, dürfen die Pflegebedürftigen nicht ungeschützt ausgeliefert sein. Zumindest bei der Frage einer verbindlichen Interessenvertretung im Pflegeheim scheint noch Bewegung im Landtag möglich zu sein.
Hilfreiche Diskussion für Wahlentscheidung
Der Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Esslingen, Reiner Spatz, bedankte sich für eine interessante und aufschlussreiche Diskussion, die sicher für viele bei der Wahlentscheidung hilfreich war. In jedem Fall sollte man zur Wahl gehen und radikalen und populistischen Parteien keine Chance geben.