VdK im Dialog mit MdL Albrecht Stickel

Zu einem Gedankenaustausch traf sich der VdK-Kreisvorstand mit dem direkt gewählten Landtagsabgeordneten Albrecht Stickel (CDUkurz fürChristlich Demokratische Union) in Renningen. Das Gespräch drehte sich vor allem um soziale Themen in der Region.
VdK erinnerte an die Sicherstellung ausreichender Kapazitäten in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Dazu muss das Land Baden-Württemberg endlich seiner Pflicht zur Finanzierung von Investitionskosten sowohl bei Pflegeheimen als auch bei Krankenhäusern nachkommen.
Der vom Landkreis (u. Klinikverbund SW) betriebene Abbau des KH Leonberg fällt nicht unmittelbar in die Entscheidung des Landtages. Die Entwicklung wird vom VdK als Schwächung der med. Versorgung in der Fläche gesehen. Unabhängig von konkreten Strukturentscheidungen im Klinikverbund wird die Vorgehensweise von Landrat u. Klinikverbund vom VdK kritisiert. Aus seiner Erfahrung als Herrenberger Gemeinderat berichtet Hr. Stickel, dass die Änderung des dortigen KH in ein med. Versorgungszentrum (MVZ) mit klarem Profil zur Sicherung einer wohnortnahen Grundversorgung beiträgt.
Einig sind sich die Gesprächsteilnehmer darin, dass solche Veränderungen unbedingt offen und zuverlässig kommuniziert und gestaltet werden müssen. Sonst finden sie keine Akzeptanz.
Die geplante Verlegung von Christoph 41 wird vom VdK – Kreisverband kritisiert. Neben der Bedeutung der lokalen Rettungsketten wurde die Kostenentwicklung am Ersatzstandort Tübingen (BG-Klinik) thematisiert. Allein für die Baumaßnahmen dort sind Kosten von 30 Mio. erforderlich, während in Leonberg die komplette Einrichtung auf neuestem Stand ist und dann „weggeschmissen“ werde. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Sparzwänge dürfe dieses Thema nicht einfach „durchgewunken“ werden.
Das immer noch mäßig umgesetzte Thema „Barrierefreiheit“ wurde angesprochen und am Beispiel der Ein- / Ausstiege in die S-Bahn, mit Fotos erläutert. Das Thema wurde von Herrn Stickel mit Interesse aufgenommen.
Auch die soziale Frage des bezahlbaren und sozial nachhaltigen Wohnens wurde angesprochen. Aus einer VdK-Infoveranstaltung zum Mehrgenerationenwohnen sind in Renningen zwei Mehrgenerationenhäuser mit bewusst gemischter sozialer Struktur entstanden. Die frühere Stuttgarter Beratungsstelle „Buks“ für gemeinschaftliches Wohnen und Bauen wurde aufgrund von Haushaltskürzungen eingestellt. Hierzu wurde die Frage aufgeworfen, ob und wie das Land die Kommunen bei solchen Beratungsangeboten unterstützen kann. Auch KfWkurz fürKreditanstalt für Wiederaufbau-Fördermöglichkeiten für private Baugruppen und die notwendige Entbürokratisierung wurden thematisiert. Herr Stickel zeigte Interesse und wurde zu einem weiteren Besichtigungstermin der beiden Mehrgenerationenhäuser in Renningen eingeladen.