Kategorie Kreisverband Neckar-Odenwald

Kreisverbandskonferenz 2026

Kreisverbandskonferenz 2026 im Fideljo in Mosbach
Kreisverbandskonferenz 2026 im Fideljo in Mosbach © VdK KV Neckar-Odenwald

"Der VdK muss weiter laut werden"

Bei der Kreisverbandskonferenz in Mosbach wurde die Bedeutung des Solidarvereins für die Gesellschaft betont

Bericht: VdK Kreisverband Neckar-Odenwald

Gute Stimmung herrschte bei der Kreisverbandskonferenz des VdK Kreisverbandes Neckar-Odenwald im Fideljo in Mosbach. Die Vertreter der 34 Ortsverbände aus der Region, quasi von Ahorn bis Zwingenberg vernahmen positive Jahresberichte und auch die dargebrachten Grußworte regten zum Nachdenken an. Eine gelungene Veranstaltung also, zu der der Kreisvorsitzende Wolfram Reichert neben dem VdK-Leitungsteam auch die Ehrenmitglieder willkommen hieß. Zunächst aber erhoben sich die Delegierten zur Totenehrung.

Passende Worte hatte dann auch der Erste Landesbeamte Dr. Björn-Christian Kleih als Vertreter des Landratsamtes mitgebracht. Kleih betonte, dass es die Aufgabe des VdK sei, dem Menschen Gewicht und Gesicht in sozialen Fragen zu geben. Der VdK müsse seine Stimme erheben, auch weil in Kürze große Anpassungen im Sozialstaat notwendig sein würden. Kleih betonte die Wächterrolle des VdK in Sozialfragen, auch wenn davon manchmal die sozialen Bereiche im Landratsamt betroffen seien. Dialoge seien wichtig, so der Erste Landesbeamte, der den Vorständen und Funktionäre für ihr Engagement dankte.

Manfred Beuchert, Mosbachs OB-Stellvertreter, würdigte den VdK nicht nur als ein Organ, sondern er sei für viele Menschen ein verlässlicher Anker, eine starke Stimme und auch ein Stück Heimat. Fast 8400 Mitglieder im Kreisverband Neckar-Odenwald zeigten, welche Bedeutung die VdK-Arbeit vor Ort hat. Man biete den Betroffenen gute Arbeit mit enormer Wirkung ohne viel Aufsehen an.

Werner Raab, Vorsitzender des VdK-Nordbaden, sah den Kreisverband Neckar-Odenwald auch dank der guten Arbeit des Vorsitzenden und dessen Team "in gutem Fahrwasser". Gäbe es den VdK nicht, man müsse ihn jetzt gründen, erklärte Raab mit Blick auf die aktuelle politische Situation. Herausforderungen gäbe es in vielen Bereichen. Raab sprach den Pflegenotstand, die klammen öffentlichen Kassen und den Extremismus an. "Der VdK muss weiter laut werden, denn Solidarität ist ein hohes Gut in unserem Land." Der VdK habe sich positiv entwickelt und auf die steigenden Mitgliederzahlen könne und dürfe man stolz sein. Die Arbeit in den Ortsverbänden sei von unschätzbarem Wert, so der Landesvorsitzende, der für seine Gedanken mit viel Applaus bedacht wurde.

Kreisvorsitzender Wolfram Reichert dankte den Gastrednern und lobte seine Vorstandskollegen, die auch in seiner Krankheitszeit das VdK-Schiff auf Kurs hielten. "Nur durch Gemeinschaft ist Hilfe für den Einzelnen möglich", sagte Reichert, der dann auf die Entwicklung in den Ortsverbänden einging. Die VdK-Familie wird immer größer und so zählt der Bezirksverband Nordbaden jetzt 71.436 Mitglieder, ein sattes Plus von 888 Mitgliedern. Solch ein Plus ist auch im Kreisverband nachweisbar, bei 8371 Mitgliedern liegt das Durchschnittsalter bei 64 Jahren. Reichert erläuterte , was man auf Kreisebene organisiert hat, und auch auf Landesebene habe man den Landkreis gut vertreten. "Wir nützen alle unsere Freizeit gerne für den VdK", erklärte der Fahrenbacher.

Viel Zeit bringt auch Kreiskassier Erich Schilling auf, der eine gute Jahresbilanz offenlegte. Die wurde von den Revisoren Günter Russ und Patrik Kirchgeßner überprüft. 

Bezirksverbandsgeschäftsführer Dirk Wenz verwies die Ortsbeauftragten auf die Nutzung des so hilfreichen VdK-Netzes und erläuterte, welche Aufgaben durch den Jahresbeitrag abgedeckt sind. Was gerade so in der Sozialrechts-GmbH anliegt, erläuterte Marcel Hofmann. Er und Irina Schäfer haben viel zu tun, um die Interessen der Mitglieder bei den Sozialbehörden oder den Kranken- und Rentenkassen zu untermauern. "Mit der Erfolgsquote können wir zufrieden sein", meinte Hofmann, mancher habe beim Begriff Solidarität aber durchaus Nachholbedarf.

Wolfram Reichert dankte für die aktuellen Infos, gab anstehende Termine bekannt und lud zum Austausch beim Mittagessen ein. Der Kontakt untereinander sei enorm wichtig, betonte Reichert.