Keine Sanierung der Gesetz. Krankenkassen auf dem Rücken der Versicherten

Keine Sanierung der GKV auf dem Rücken der Versicherten.
Der VdK fordert strukturelle Reformen statt Beitragserhöhungen oder Leistungsabbau.
Staat muss gesamtgesellschaftliche Aufgaben endlich vollständig aus Steuern finanzieren. Kurz vor der Vorstellung der Empfehlungen der GKVkurz fürGesetzliche Krankenversicherung-Finanzkommission am Montag warnt der Sozialverband VdK eindringlich davor, die gesetzlich Versicherten weiter zu belasten.
Angesichts des Milliardendefizits in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fordert der Verband nachhaltige strukturelle Reformen statt Beitragserhöhungen oder Leistungskürzungen.
„Wir erwarten von der GKVkurz fürGesetzliche Krankenversicherung-Finanzkommission Lösungen, die das System stabilisieren, ohne die Versicherten weiter zu schröpfen. Die Beitragsspirale muss endlich gestoppt werden“, betont VdK-Präsidentin Verena Bentele.
Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, in dem zugleich viele Akteure erhebliche Gewinne erzielen. „Wer am meisten im Gesundheitssystem verdient, muss auch stärker zur finanziellen Gesundung des Systems beitragen.
Reformen müssen dort ansetzen, wo Gewinne entstehen – nicht bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten oder durch neue Zuzahlungen“, so Bentele.
Auch der Staat steht in der Verantwortung: Aufgaben von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung dürfen nicht länger über die Beiträge der Versicherten finanziert werden. Es werden viel zuviele Personen aus den Krankenkassen mitfinanziert, die noch nie einen Cent/Euro einbezahlt haben. „Der Bund muss diese endlich vollständig aus Steuermitteln übernehmen, statt Beitragszahlende als Lückenbüßer zu missbrauchen“, fordert der Vdk.