Jahresausflug nach Bad Wurzach

23 Mitglieder und Freunde des OV Ebingen machten sich gut gelaunt auf den Weg nach Bad Wurzach. Erste Station unserer Reise war das Oberschwäbische Torfmuseum, in dem die Geschichte des Torfabbaus vom Handtorfstich bis zur industriellen Nutzung lebendig wird. Mehr als 200 Jahre wurde in Bad Wurzach Torf gestochen und vielfältig genutzt, unter anderem zum Heizen. Ganz gemächlich fuhren wir mit dem historischen Torfbähnle 1,5 km durch das Wurzacher Ried. Die Bahnstrecke führt vom Zeiler Torfwerk entlang des Achkanals über eine neu gebaute Brücke entlang des Stuttgarter Sees (ehemaliger Torfabbau) zum Haidgauer Torfwerk mit der Wendeschleife. Dort erhielten wir interessante Informationen zum Torfabbau und der Bedeutung des Hochmoors für die Natur. Anschließend besuchten wir das Torfmuseum und konnten Eindrücke über die beschwerliche Arbeit des Torfstechens durch Erzählungen von Zeitzeugen gewinnen.
Nach einer kurzen Fahrt im gut klimatisierten Bus erreichten wir die Käserei Vogler, wo wir zu einer Führung angemeldet waren. Nachdem sich alle Teilnehmer in blaue Schutzkleidung gehüllt hatten, betraten wir die Käserei und schnupperten Käsereiluft. Der Käser weihte uns in die Geheimnisse des Käsens ein und erklärte die Unterschiede von Hart-, Schnitt- und Weichkäse. Nach so vielen Informationen hatten wir uns unser Mittagessen redlich verdient, das wir ebenfalls in der Käserei angemeldet hatten.
Gestärkt und den Durst gelöscht brachen wir zu unserer letzten Station, das Schloss Zeil auf. Das Schloss Zeil wie wir es heute sehen wurde von Truchsess Froben Waldburg-Zeil Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut. Auf Anordnung des Erbauers musste zuerst Kirche und Stift erstellt werden. Die Kirche wurde 1612 eingeweiht. Vor dem heutigen Schloss stand auf dem Zeiler Hügel schon eine kleine Burg, die aber 1598 abgerissen wurde und dem neuen Renaissance-Schloss weichen musste. Ein paar kleine Reste der alten Bug sind noch im Unteren Hof zu sehen. Die Schlossanlage ist im Besitz der Familie von Waldenburg-Zeil und das Schlossgebäude selbst ist nicht öffentlich zugänglich, die Aussenanlagen sind jedoch tagsüber geöffnet und auf jeden Fall einen Besuch wert. Besonders angezogen im Innenhof des Schlosses, hat uns der Marienbrunnen, weniger aber wegen der Figuren aus der Familie Waldburg-Zeil mit denen er geschmückt ist, als vielmehr wegen des kühlen Wassers. Eine sehr willkommene Erfrischung für Hände und Arme, haben wir uns doch für unseren Ausflug den heißesten Tag ausgesucht. Auch deshalb trafen wir uns schließlich zur weiteren Abkühlung bei Eis, Eiskaffee und anderen gut gekühlten Getränken im "Grünen Baum".
Zum Schluss gab es vor der Heimreise noch eine kleine Überraschung, von Moni. Im Schatten eines großen Baumes erfrischten wir uns bei Hugo, Aperol Spritz und Käsestangen.
Wir möchten uns herzlich bei unserem Busfahrer Uwe bedanken, der uns im gut klimatisierten Bus sicher an unsere Ziele und auch wieder nach Hause gebracht hat.





