Hitzeschutz in Blaustein: Der VdK war seiner Zeit voraus
Hitzeschutz in Blaustein: Der VdK war seiner Zeit voraus
Wir schreiben das Jahr 2026 – Es ist Zeit für Veränderung!
Die anhaltende Hitzewelle beschäftigt derzeit ganz Deutschland. Das Umweltbundesamt macht deutlich, dass Hitzeschutz künftig zu den zentralen Aufgaben jeder Kommune gehören muss. Gefordert werden unter anderem kommunale Hitzeaktionspläne, zusätzliche Verschattung, öffentliche Trinkwasserangebote sowie die Ausweisung sogenannter „Kühler Orte“, an denen sich insbesondere ältere Menschen, Familien und gesundheitlich eingeschränkte Personen während extremer Hitze aufhalten können.
Für den VdK Ortsverband Blaustein kommt diese Entwicklung nicht überraschend.
Bereits bei der Podiumsdiskussion „Blaustein auf dem Weg zur sozialen und barrierefreien Stadt“ im Mai 2024 wurde das Thema Hitzeschutz als soziale Aufgabe angesprochen. In den folgenden Monaten hat der VdK Bürgermeister, Gemeinderat und Gemeinderatsfraktionen mehrfach auf die Folgen zunehmender Hitze aufmerksam gemacht und konkrete Vorschläge unterbreitet.
Zu den damaligen Forderungen gehörten:
- ein kommunaler Hitzeaktionsplan,
- eine Übersicht beziehungsweise Karte „Kühle Orte in Blaustein“,
- eine bessere Beschattung des neuen Marktplatzes,
- öffentliche Trinkbrunnen,
- eine barrierefreie öffentliche Toilette,
- die Berücksichtigung von Hitzeschutz beim Rathausumbau sowie
- eine insgesamt klimaangepasste und barrierefreie Stadtentwicklung.
Auch beim Stadtspaziergang mit Bürgermeister Konrad Menz und dem Seniorenrat im Sommer 2025 wurden der fehlende Schatten auf dem Marktplatz, die starke Aufheizung der versiegelten Flächen sowie der Wunsch nach einer öffentlichen Toilette und Trinkwasser erneut von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern angesprochen.
Wer heute den neuen Marktplatz betrachtet, erkennt schnell die Problematik. Die große versiegelte Fläche heizt sich an sonnigen Tagen erheblich auf. Zwar werden die neu gepflanzten Bäume in einigen Jahren Schatten spenden, doch bis dahin besteht insbesondere für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Familien mit kleinen Kindern Handlungsbedarf.
Umso bemerkenswerter ist es, dass das Umweltbundesamt heute nahezu dieselben Maßnahmen empfiehlt, die der VdK Blaustein bereits seit 2024 fordert: Hitzeaktionspläne, zusätzliche Verschattung, öffentliche Trinkwasserangebote und die Ausweisung kühler Aufenthaltsorte. Vieles davon lässt sich nach Auffassung des Umweltbundesamtes kurzfristig umsetzen und dient unmittelbar dem Schutz der Bevölkerung.
Der VdK möchte diese bundesweiten Empfehlungen deshalb zum Anlass nehmen, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Es geht dabei ausdrücklich nicht um Kritik an einzelnen Personen oder Institutionen. Vielmehr soll gemeinsam daran gearbeitet werden, Blaustein rechtzeitig auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.
Aus Sicht des VdK sollten nun insbesondere folgende Projekte zeitnah angegangen werden:
- Erarbeitung eines kommunalen Hitzeaktionsplanes,
- Erstellung einer Karte „Kühle Orte in Blaustein“,
- Verbesserung der Beschattung des Marktplatzes,
- Einrichtung öffentlicher Trinkbrunnen,
- Prüfung einer barrierefreien öffentlichen Toilette im Stadtzentrum.
Gerade beim Thema Trinkbrunnen könnte sich der VdK auch eine Finanzierung mit Unterstützung örtlicher Unternehmen, Vereine, Stiftungen oder Sponsoren vorstellen. Viele Kommunen zeigen bereits, dass solche Projekte gemeinsam mit der Bürgerschaft erfolgreich umgesetzt werden können.
Wer sich näher über die Empfehlungen informieren möchte, findet ausführliche Informationen beim Umweltbundesamt sowie auf dem bundesweiten Hitzeservice:
• Umweltbundesamt – Hitzeaktionspläne
www.umweltbundesamt.de/hitzeaktionsplaene-status-quo-barrieren
• Hitzeservice Deutschland
hitzeservice.de
Als der VdK Blaustein im Jahr 2024 das Projekt „Blaustein auf dem Weg zur sozialen und barrierefreien Stadt“ ins Leben rief, standen Teilhabe, Inklusion und Barrierefreiheit im Mittelpunkt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass diese Ziele künftig untrennbar mit dem Hitzeschutz verbunden sind. Gerade ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke sowie Familien mit kleinen Kindern gehören zu denjenigen, die unter den Folgen extremer Hitze besonders leiden.
Deshalb ist aus Sicht des VdK die Zeit gekommen, das damalige Projekt konsequent weiterzuentwickeln:
„Blaustein auf dem Weg zur sozialen, barrierefreien und hitzeresilienten Stadt.“
Dieses Ziel verbindet soziale Verantwortung, Klimaanpassung und Lebensqualität. Der VdK Blaustein wird diesen Weg weiterhin konstruktiv begleiten und freut sich über alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen und politischen Entscheidungsträger, die daran mitwirken möchten.
Denn der Hitzeschutz von heute ist der Bevölkerungsschutz von morgen. Wer heute in Schatten, Trinkwasser, Barrierefreiheit und kühle Aufenthaltsorte investiert, schützt morgen Gesundheit und Leben.