es helfen, Beratung und Unterstützung - anzunehmen und gemeinsam mit Arbeit geber, Betriebsmedizin, BEM-Beteiligten und SBV nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Zuhören, bevor Lösungen entstehen Was brauchen Betroffene von ihrer Schwerbehindertenvertretung? Vor allem Verständnis, Verlässlichkeit und Vertrau - lichkeit. Dabei möchte niemand auf seine Erkrankung beziehungsweise Schwerbe - hinderung reduziert werden. Sie wollen - ihre Fähigkeiten einbringen und selbstver ständlich zum Arbeitsleben dazugehören. - Im persönlichen Beratungsgespräch be - deutet das für die SBV zunächst: zuhö - ren. Statt vorschnell fertige Lösungen an zubieten, sollten Handlungsmöglichkeiten gemeinsam mit der betroffenen Person entwickelt werden. Manchmal geht es um konkrete Veränderungen am Arbeitsplatz, etwa Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, technische Hilfen oder eine Anpassung - von Aufgaben. Manchmal reichen die Fra gen weit darüber hinaus. Erkrankungen, Behinderungen oder be - lastende Lebenssituationen können die Rahmenbedingungen des Lebens grund - legend verändern. SBV-Arbeit verbindet deshalb die Wahrung gesetzlicher Rechte mit einer Beratung, die individuelle Fähig - keiten, Bedürfnisse und berufliche Per - spektiven in den Blick nimmt. Konflikte entstehen oft aus Unsicherheit Gerade bei nicht sichtbaren Behinde - rungen können Konflikte entstehen, weil das Umfeld die Ursache notwendiger An - passungen nicht kennt oder nachvollzie - hen kann. Wenn Beschäftigte etwa ihre Arbeitszeit verändern, bestimmte Tätig - keiten nicht mehr ausüben können oder technische beziehungsweise organisatori - sche Unterstützung benötigen, kann dies im Team Fragen auslösen. Ist eine Erkran - kung bekannt, können zusätzlich Vorurtei - le oder Stigmatisierung zu Spannungen führen. Häufig ist deshalb nicht die Behinderung - selbst die Ursache eines Konflikts, son dern Unsicherheit, fehlendes Wissen oder Missverständnisse. Die SBV kann vermitteln, Zusammenhänge im Rahmen der Vertraulichkeit erläutern und dazu beitragen, Lösungen zu entwickeln, die sowohl die Bedürfnisse des betroffenen Menschen als auch betriebliche Anforde - rungen berücksichtigen. Erfolgreiche Teilhabe ist eine gemeinsame Aufgabe von Arbeitgeber, Führungskräften, Personalrat, Betriebsmedizin, BEM-Betei - ligten, Inklusionsfachdienst und SBV. Prä - vention sollte beginnen, bevor ein Konflikt entstanden ist. Sensibilisieren lässt sich beispielsweise durch kurze Informations - formate für Führungskräfte, Beiträge im Intranet oder in der Mitarbeitenden-App, 18